Kreisverband Heidelberg

Landtagswahl 2011

Die ödp kandidiert in 64 von 70 Wahlkreisen bei der Landtagswahl am 27. März

“Die Stimmung im Land ist gut. Und angesichts der fast flächendeckenden Kandidatur, die wir diesmal geschafft haben, hoffen wir auf ein gutes Wahlergebnis für die ödp,” verlautet der Kandidat für den 34. Wahlkreis Heidelberg zuversichtlich.

kandidiert bei der Landtagswahl in Heidelberg für die ödp

Er wolle antreten für eine Politik, die sich zurücknehme, um nur einen Rahmen zu bilden für eine freie, friedliche und glückliche Gesellschaft, in der die Bürger wieder die Möglichkeit bekommen sollten, sich individuell zu entfalten und selbst Verantwortung zu übernehmen. Wichtig sei dabei eine Entflechtung der Wirtschaftsinteressen von der Politik. So wolle er als Landtagsabgeordneter auf die Ausübung von Aufsichtsratsmandaten verzichten, um von persönlichen finanziellen Interessen in seinen politischen Entscheidungen frei zu bleiben. Das fordere er auch von anderen Politikern. Die ödp nehme aus dem selben Grund als einzige Partei keine Firmenspenden an. Dr. Engesser wolle sich für eine deutliche Verbesserung direkt-demokratischer Beteiligung durch Volksentscheide mit niedrigen Hürden stark machen. Politische Entscheidungen, die, wie im Falle von Stuttgart 21, von Politikern bewusst gegen den Willen des Volkes durchgesetzt werden, hält er für das absurde Ergebnis einer Entkoppelung der Macher vom Volk, die in einer Politik so nicht sein dürfe. Dr. Engesser verfolge eine Politik der Nachhaltigkeit, in der Ökonomie nicht mehr ohne Berücksichtigung der Ökologie gedacht werden könne. Eine Durchsetzung der Energiewende hin zu 100% regenerativen Quellen sei längst möglich und nötig. Ebenso trete er für eine Verbesserung des öffentlichen Verkehrs ein, damit dieser durch eine hohe Attraktivität die Menschen aus Ihren Autos ziehe. Die Wasser- und Abfallwirtschaft bedürfe ökologischer Verbesserungen. Der 48-jährige Arzt postuliert auch eine Befreiung von der verordneten Einheitsmedizin. Freie Bildungseinrichtungen, die die öffentliche Aufgaben übernehmen, haben Anspruch auf Bezuschussungen aus öffentlicher Hand in der Höhe, die auch für die öffentliche Einrichtung ausgegeben worden wären. “Denn schließlich werden die Steuern ja beispielsweise auch von denjenigen Familien gezahlt, die ihre Kinder in einer Privatschule unterrichten lassen,” klärt der Waldorfschul-Vater auf. Schließlich habe Engesser vor, auch ästhetische Aspekte künftig politisch mitentscheiden zu lassen: Speziell für öffentliche Baugenehmigungen fordere er Mitspracherechte der Bürger.

Akutelle Flugblätter zur Landtagswahl

ÖDP zu Stuttgart 21 Flyer Stuttgart 21 Unterschiede ÖDP/Grüne Unterschiede ÖDP/Grüne

Dr. Johannes Engesser, ÖDP-Landtagskandidat, im Kandidatencheck

These: Der geplante unterirdische Stuttgarter Bahnhof und die
Neubaustrecke nach Ulm bedeuten einen gewaltigen Modernisierungsschub für
ganz Baden-Württemberg

Ihre Auswahl: Stimme nicht zu

Ihre Begründung: Die Gleisreduzierung bringt trotz Durchgang nach
glaubwürdiger Einschätzung vieler Verkehrsexperten mit hoher
Wahrscheinlichkeit häufig Verzögerungen und Zugstaus mit sich. Zu einer
Modernisierung würde für mich unbedingt auch ein eindeutiger und
unstreitbarer verkehrstechnischer Fortschritt gehören

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These: Die Bürgerproteste gegen Stuttgart 21 sind ein wichtiger Beitrag
zur Weiterentwicklung unserer Demokratie

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Es ist höchste Zeit, dass sich Bürger mehr zu Wort
melden.

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These: Das Projekt Stuttgart 21 hat gezeigt, dass die bisherigen
Instrumente der Bürgerbeteiligung nicht ausreichen. Es bedarf neuer Formen
der Beteiligung.

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Bürger müssen bei größeren Projekten von Anfang an,
das heißt schon in der Planungsphase in Entscheidungen einbezogen werden.

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These: Bürgerbegehren und Volksentscheide sollen erleichtert werden

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Baden-Württemberg hat im Vergleich zu anderen Ländern
viel zu hohe Hürden für echte Volksentscheide.

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These: Das dreigliedrige Schulsystem soll auf jeden Fall beibehalten
werden

Ihre Auswahl: Stimme nicht zu

Ihre Begründung: Die Schule sollte der individuellen Entwicklund junger
Menschen gerecht werden. Die Einteilung in verschiedene Leistungsstufen
nach der 4. Klasse ist für viele Schüler zu früh. Soziale Schichten
müssen sie wieder mehr vermischen und dabei leirnen, untereinander
adäquat zu kommunizieren.

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These: Die Werkrealschule ist eine gute Alternative zur Hauptschule

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Jede Schule, die soziale Aufstiege ermöglicht und
erleichtert, ist vom Grundsatz her zu begrüßen.

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These: Gymnasiasten sollen wählen können, ob sie das Abitur nach 12 (G8)
oder 13 Jahren (G9) machen wollen

Ihre Auswahl: Stimme nicht zu

Ihre Begründung: Diese Wahlmöglichkeit wäre nur scheinbar frei: Im
Sinne der beruflichen Konkurrenz, bei der meistens diejenigen bevorzugt
werden, die am jüngsten gute Abschlüsse erzielen, dürfte niemand
realistisch wagen, ein Jahr zu "verschenken".

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These: Die neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master haben sich nicht
bewährt und sollen deshalb wieder abgeschafft werden

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Zwar wäre die Schaffung eines einheitlichen
europäischen Hochschulrahmens zu begrüßen. Wenn damit aber eine
derartige Verdichtung des Studiums einhergeht, dass Studenten nur noch im
Leistungsstress sind, kann, außer allenfalls der anbestrebten
Berufsqualifikation, keine wirkliche Bildung stattfinden

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These: Studiengebühren sind ein angemessener Beitrag der Studierenden an
den Kosten der Hochschulen

Ihre Auswahl: Stimme nicht zu

Ihre Begründung: Bildung ist Volksgut. Wir sollten uns deshalb freien
Zugang zu Hochschulen und Universitäten leisten. Allenfalls für Semester
über die Regelstudienzeit hinaus, für Neubeginn von Studien nach
Studienabbruch und für Zweitstudien sind Studiengebühren diskutabel.

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These: Der Rückkauf der EnBW Anteile ist für das Land ein gutes
Geschäft. Dass die Transaktion dem Landtag zunächst verheimlicht wurde,
ist nicht mehr als ein Schönheitsfehler

Ihre Auswahl: Stimme nicht zu

Ihre Begründung: Transparenz ist eine der wichtigsten politischen
Tugenden!

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These: Das Land muss seine Zurückhaltung gegenüber der Windkraft
aufgeben und mehr Windräder zulassen

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Es ist Zeit für eine unbedingte und zügige Umstellung
auf 100% regenerative Energien!

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These: Die Atomkraftwerke im Land sollten so lange wie möglich am Netz
bleiben. Die Einführung erneuerbarer Energien wird dadurch nicht behindert

Ihre Auswahl: Stimme nicht zu

Ihre Begründung: Atomkraftwerke sind nicht nur im Betrieb zu teuer und
gefährlich, sondern das Problem der Endlagerung ist nach wie von
ungeklärt. Es ist ignorant und skandalös, dass angesichts der Katastrophe
von Asse unbeirrt weiterer Müll produziert wird. Wie kann es sein, dass
der Volkswille hier nicht zählt?

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These: Der Staat darf schon bald keine Schulden mehr machen. Dafür muss
gespart werden.

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Die CDU steht bei vielen konservativen Bürgern immer
noch als Garant für wirtschaftliche Stabilität. In letzter Zeit tut sie
sich allerdings besonders dadurch hervor, dass sie Milliardengräber für
unausgegorene Projekte schaufeln will und damit Geld ausgibt, was wir nicht
haben.

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These: Städte und Gemeinden brauchen mehr Geld vom Land, um ihre
gestiegenen Aufgaben bewältigen zu können

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Das stimmt: Hier wird das Geld benötigt, das Bürger
direkt zu spüren bekommen: Städte und Gemeinden unterhalten Jugendämter,
Kindergärten, bauen und erhalten Spielplätze, Radwege und Straßen,
gewährleisten eine Grundsicherung für arme alte Mitmenschen finanzieren
Theater und Kultur.

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These: Die Polizei braucht mehr Leute und eine bessere Ausstattung, um die
Sicherheit der Bürger gewährleisten zu können

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Mehr Leute und eine bessere Ausstattung ja. Dazu muss
allerdings auch eine bessere Ausbildung kommen: Hin zum tatsächlichen
Freund und Helfer von Bürgern. Polizei darf nicht Alternativ-Terror für
die Bürger bedeuten, sondern soll souverän Sicherheit vermitteln.

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These: Gegen den Ärztemangel auf dem flachen Land helfen nur neue
Versorgungsmodelle

Ihre Auswahl: Stimme nicht zu

Ihre Begründung: Die beste Abhilfe für den Ärztemangel wäre, Ärzte
wieder Ärzte sein zu lassen. Als echte Freiberufler, die sie ursprünglich
waren. Frei von Bürokratie-Druck, finanzieller Knebelung und Bindung an
eine Einheitsmedizin. Das käme dann im übrigen in großem Maße auch den
Patienten zugute.

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These: Die immer tiefere Kluft zwischen Arm und Reich gefährdet zunehmend
unser Gemeinwesen

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Gemeint ist vor allem die Klurt zwischen arm und sehr
reich. Es geht ja nicht um den Neid gegenüber Millionären. Sondern darum,
dass unser Geld inzwischen irreversibel von Milliardären abgeschöpft ist,
nicht mehr in den Wirtschaftskreislauf kommt und uns nicht mehr zur
Verfügung steht.

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These: Das Land muss mit seinen Fördermitteln für die Landwirtschaft vor
allem für die Erzeugung gesunder Lebensmittel sorgen

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Noch mehr: Es ist höchste Zeit, dass biologische
Landwirtschaft endlich Standard wird!

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These: Wer gesunde Lebensmittel essen will, muss bereit sein, mehr dafür
zu bezahlen

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Das relativiert sich aber in dem Maße, in dem gesunde
Lebensmittel in so hoher Menge angeboten werden, dass die Nachfrage nicht
stets größer ist.

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These: Umweltzonen und andere Maßnahmen gegen den Feinstaub haben nicht
den gewünschten Erfolg gebracht

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Es bei dieser Diskussion nicht nur um Feinstaub, sondern
auch um andere Verschmutzungen wie Stickoxyde usw. Allerdings bin ich kein
Verfechter der schnellen Abschaffung von Altautos´, die auch einen
riesigen Müllberg produziert, zugunsten einer gesteigerten
Resourcen-Verbrauchenden KFZ-Neubaurate.

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These: Die Bahnstrecke am Oberrhein muss dringend ausgebaut werden. Die
Finanzierung ist auch Sache des Landes

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Das ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz!

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These: Der aktuelle Zustand der Verkehrsinfrastruktur gefährdet die
wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Straßen und Schienenwege müssen
instandgehalten und ausgebaut werden

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Ja, aber finanziert durch den KFZ-Verkehr selbst: Z.B.
durch Benzinsteuer.

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These: Die Einführung einer PKW-Maut auf Autobahnen ist auf Dauer
unvermeidbar

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Verursacherprinzip: Die Straßenunterhaltung muss vom
Verkehr selbst gedeckt werden.

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These: Ein schneller Internetanschluss gehört in jeden Haushalt

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Zugang zum Internet ist heute auch Kommunikation, Zugang
zu Wissen und zu Macht.

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These: Baden-Württemberg muss mehr tun, um die Abhängigkeit von
Autoindustrie und Maschinenbau zu verringern

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Politik muss generell unabhängig von wirtschaftlichen
Interessen sein. Nur dann ist überhaupt Sachbezogenheit möglich.

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These: Um den absehbaren Fachkräftemangel und die Folgen des
demografischen Wandels abzumildern, kann auf eine gesteuerte Zuwanderung
nicht verzichtet werden

Ihre Auswahl: Stimme zu

Ihre Begründung: Das rein nationale Denken ist doch in unserer Globalen
Zeit auch wirklich überholt.

Fernsehinterview mit Dr. Johannes Engesser in "Flügel-TV"

http://vimeo.com/20344847

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Fragen der theologischen Fakultät an alle Landtagskandidaten, hier die Antworten unseres Kandidaten Dr. Johannes Engesser:

Fragen:

A. Landespolitik

1. Wie bewerten Sie allgemeine Studiengebühren?

Anhebung des Bildungsniveaus ist meiner Meinung nach ein gesellschaftliches Interesse. Allgemein sollte das Studium frei von Kostenfragen für jeden Menschen zugänglich sein. Allein bei Überschreitung der Regelstudienzeiten und bei Neubeginn nach Studienwechsel sowie bei Zweitstudien kann eine Studiengebühr gerechtfertigt sein.


2. Was ist Ihre Position zu verfassten Studierendenschaften?

Baden-Württemberg braucht unbedingt wieder eine verfasste Studentenschaft. Diese muss über eine eigene Satzungsautonomie und Finanzhoheit verfügen und zu paritätischer Mitbestimmung an den Hochschulen berechtigt sein. Natürlich sollten sie sich auch ohne Maulkorb zu allgemeinpolitischen Themen äußern dürfen.


3. Wie bewerten Sie das Schulsystem in Baden-Württemberg?

Durch die frühe Aufteilung der Kinder in verschiedene Schulniveaus nach der Grundschule entsteht zu früh ein erheblicher Leistungsdruck, der einer kindgemäßen Entwicklung, die in sehr unterschiedlicher Art und Geschwindigkeit stattfinden kann, oft nicht gerecht wird. Leistungsdruck erzeugt neben Stress auch Angst, die einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung im Wege steht. Privatschulen können hier oft mit alternativen Pädagogischen Konzepten Lösungen anbieten. Wenn diese „Ersatzschulen“ öffentliche Bildungsaufgaben übernehmen, dann sollten sie auch aus öffentlichen Geldern Zuschüsse in der selben Höhe bekommen, wie sie für die Erziehung der Kinder in staatlichen Schulen ausgegeben worden wären. Denn die Familien, die sich für alternative Bildungswege entscheiden zahlen ja die gleichen Steuern wie Nutznießer der staatlichen Schulen. Soviel Freiheit sollten Staat und Land ihren Bürgern zugestehen.


4. Wie stehen Sie zum konfessionellen Religionsunterricht in den staatlichen
Schulen?

Religiöse Erziehung kann für Kinder eine wesentliche Bereicherung ihres Lebens sein. Weil sie aber sehr persönlichen Entscheidungen unterliegt, sollte sie allerdings völlig freiwillig und getrennt von staatlichen Schulen stattfinden



5. In welchen Bereichen würden Sie in der nächsten Legislaturperiode bevorzugt
sparen?

Bei Großprojekten mit ungewissem Nutzen für die Allgemeinheit wie Stuttgart 21, beim Ausbau weiterer Straßen, bei unsinnigen Subventionen.



6. Wie stehen Sie zu mehr Mitspracherecht der BürgerInnen in Volksentscheiden
o.Ä.?

In einer Demokratie halte ich es für absurd, dass von Regierenden Entscheidungen durchgedrückt werden, die allen Umfragen nach das Volk definitiv mehrheitlich nicht will. Eine echte Demokratie sollte die tatsächliche Möglichkeit für Bürger einräumen, sich ohne zu große Hürden einzubringen.



B. Bundespolitik*

1. Wie stehen Sie zum Energiekonzept der Bundesregierung und dem Ausstieg aus
dem Atomkonsens? Welche Alternativen sehen Sie?

Der Atomkonsens hat ist damals von den Grünen mit verabschiedet worden aus Angst, ihre erste Regierungsbeteiligung durch Bruch der Koalition mit der SPD wieder zu verlieren. Das war ein großer Fehler, denn damals haben sie sich selbst verraten: Es war völlig klar, dass mit einem Regierungswechsel auch die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke wieder auf den Tisch kommen würden. Atomkraftwerke sind aber weder in ihrer Bilanz weder CO2-arm, wie oft behauptet wird, noch sind sie in ihrem Betrieb wirklich sicher. Das Schlimmste ist, dass die Entsorgung bis heute noch völlig ungeklärt ist. Atommüll wird täglich munter weiterproduziert, während man noch darüber streitet, wie gefährlich es wirklich sei, dass zuvor sicher geglaubte Endlagerungsstätten schon jetzt erhebliche Lecks aufweisen. Wenn man die Kosten für Forschung und Entwicklung einrechnet, ist die Atomkraft die Teuerste unserer Energiegewinnungen. Das Risiko ist wegen seiner Höhe nicht versicherbar, die Haftung wird daher auf die Bürger abgeschoben – eine Last, die nicht zu stemmen ist. Alternative Energiekonzepte sind längst so weit entwickelt, dass eine 100%-ig aus regenerativen Quellen gewonnene Energie möglich wäre. Dezentralisierung, Verteilung auf verschiedene Formen der Energiegewinnung und –speicherung sowie intelligente Stromnetze geben nicht nur politische Unabhängigkeit, auch würden sie die Erdöl-motivierten Kriege überflüssig machen.


2. Was ist Ihre Position zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr?

Die Beschränkung auf Verteidigung zu verlassen, halte ich für eine Gefahr. Auslandseinsätze von Militär wirken bedrohlich und fördern Aggression und Widerstand. Hilfen im Ausland sollten durch zivile Kräfte geleistet werden.


3. Welche Verbesserung der Rahmenbedingungen von Praktika halten Sie für
notwendig?

Praktika als bundespolitische Angelegenheit? Ich fürchte, diese Frage verstehe ich nicht.


C. Allgemeine politische und weltanschauliche Positionen

1. Wie stellen Sie sich einen weltanschaulich neutralen Staat vor?

Gar nicht. Ein Staat ist von seiner Geschichte, seiner Kultur geprägt und nie weltanschaulich neutral. Das ist auch nicht nötig. Wichtig ist vielmehr die Toleranz und menschenfreundliche Koordination von Vertretern verschiedener Weltanschauungen.


2. Gehört Ihrer Meinung nach der Gottesbezug in das Grundgesetz?

Politik und Religion sollten getrennt sein. Der Gottbezug ist außerhalb staatlicher Vorgegebenheiten herzustellen und zu hegen.


3. Was möchten Sie zum Schutz des ungeborenen Lebens tun?

Menschliches Leben ist zu schützen, natürlich auch vor der Geburt. Werdenden Müttern ist entsprechende Begleitung, finanzielle Unabhängigkeit, und Schutz anzubieten, dass derartige Motivationen zur Abtreibung entfallen.


4. Wie stehen Sie zu Thilo Sarrazin und der von ihm angestoßenen
Integrationsdebatte?

Sarrazin lügt nicht durch falsche Fakten. Aber seine Schlussfolgerungen, seine Assoziazionen und seine weiterführenden Gedanken sind pauschal und systematisch. Abgesehen von politischer Unklugheit werden seine Motive dadurch kalt und menschenverachtend. Das ist schade, denn man kann den Problemen und Konflikten sehr wohl ehrlich ins Auge schauen und zu positiven Überlegungen kommen.

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Stellen auch Sie an unseren Kandidaten Fragen:

http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_johannes_engesser-546-42016.html

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Unsere Seite wächst: Beim Internetkontaktdienst „Facebook“ ist derzeit eine Seite des ödp-Kreisverbandes im Aufbau: Schauen Sie doch jetzt schon einmal vorbei. Durch Drücken der Steuerungstaste bei gleichzeitigen Klicken auf die Adresse kommen Sie direkt zu Facebook.

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Briefwechsel mit dem Büro für Erneuerbare Energien

Sehr geehrte Frau Kodweiß –

fragt sich nur, wie Sie das mit Ihren Inhalten vereinbaren: Wenn Sie sich auf die bestehenden Parteien beschränken, stabilisieren Sie auch das Bestehende System. Sie unterstützen damit eine „Weiter-so!“-Politik.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Engesser

Landtagskandidat für die Wahl in Baden-Württemberg am 27.3.2011


Von: Marieke Kodweiß [mailto:mk [at] erneuerbarestattatom [dot] de]
Gesendet: Dienstag, 8. März 2011 11:51
An: Johannes Engesser
Betreff: Re: Sauber bleiben!

Sehr geehrter Herr Engesser,

vielen Dank für Ihre Nachricht an unser Büro der Kampagne „Erneuerbare statt Atom!“.

Tatsächlich haben wir uns bei der Auswahl derjenigen Kandidaten und Kandidatinnen, die wir um ihre Positionierung zu unserem Aufruf gebeten haben, eingeschränkt. Zur Landtagswahl treten insgesamt 19 Parteien an, deshalb haben wir uns auf die Parteien beschränkt, die auch im Bundestag vertreten sind. Das sind auch die Parteien, die eine Aussicht auf einen Sitz im Landtag haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Marieke Kodweiß

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Koordinationsbüro

„Wir wählen Zukunft: Erneuerbare statt Atom!“

Silberburgstraße 112

70176 Stuttgart

Telefon 0711 / 99 33 86 26

Telefax   0711 / 99 33 86 66

info [at] erneuerbarestattatom [dot] de

www.erneuerbarestattatom.de

www.facebook.com/erneuerbarestattatom

Hallo Ihr Kampagnenfreunde –

diese Aktion ist an sich sehr lobenswert. Leider habt Ihr nur vergessen, dass die entschiedensten Streiter für eine nachhaltige Energiewende bei der Ökologisch-demokratischen Partei (ödp) sind. Man mag sich vielleicht streiten, ob die Zusage der Grünen zu Zeiten ihrer Regierungsbeteiligung an die Atomindustrie, AKW-Laufzeiten vor dem Ausschalten noch weitere 20 Jahre zu verlängern, aus strategischen Gründen notwendig war. Tatsache bleibt, dass die ödp seit ihrem Bestehen in ihrem Programm den sofortigen Abschied vom Atomstrom verankert haben. Ihre Vertreter sind bei der Landtagswahl in 64 von 70 Wahlkreisen in Baden-Württemberg wählbar. Auf der Homepage der Kandidatenbefragungs-Aktion werden aber ausgerechnet die gar nicht erwähnt.

  1. Ist das ein Versehen? Dann bitte ich als ödp-Landtagskandidat für den Wahlkreis Heidelberg (34) um schnellstmögliche Korrektur.
  2. Oder ist es vorgetäuschte Parteilichkeit? Nein, das will ich Euch keinesfalls unterstellen, denn das wäre wohl nicht Euer Stil. Also 1.!
  3. Oder ist es Strategie? Sollen die Leute ihre „Stimme nicht verschenken“ an eine kleine Partei? Aber Ihr wisst ja wohl um die Wichtigkeit der Gruppen, die ein Thema in Reinform hochhalten. Das kann es also wohl auch nicht sein. Also bleibt´s bei 1.!

Mit Dank und herzlichem Gruß

Johannes Engesser

Unser Wahlkreiskandidat stellt sich vor:

 

Dr.med. Johannes Engesser, Beisitzer im Vorstand

Dr.med. Johannes Engesser


Johannes.Engesser [at] gmx [dot] de

 

Beruf: Arzt

Jahrgang 1962

 

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Unsere Wahlwerbespots für die Landtagswahl können Sie sehen:

im Hörfunkprogramm des SWR

1. Mi. 16.03.2011 ca. 12:55 Uhr SWR 1 BW

2. Di. 22.03.2011 ca. 16:55 Uhr SWR 4 BW

Im SWR-Fernsehen

1. Do. 10.03.2011 ca. 19:58 Uhr

2. Do. 24.03.2011 ca. 17:58 Uhr

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Unser Landtagswahlprogramm in aller Kürze:

http://www.oedp-waldshut.de/sites/oedp-waldshut.de/files/6seiter_Kurzprogramm_end_05-01-11b.pdf

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Am 12. März gehen wir wieder auf die Straße - quer durchs ganze Land: Auf über 40 Kilometern bilden wir eine gigantische Menschenkette zwischen dem AKW Neckarwestheim und der Landeshauptstadt Stuttgart. Gemeinsam mit Zehntausenden nehmen wir jetzt den Atomausstieg selbst in die Hand!

Nach den starken Protesten im letzten Jahr heißt es jetzt Dranbleiben. Die Politik wird sehr genau beobachten, ob unser politischer Druck nun nachlässt oder ob wir weiter entschieden protestieren und dafür sorgen, dass sie mit ihren unverantwortlichen Atom-Entscheidungen nicht durchkommt. Deswegen kommt es auf dich an: Sei bei der Menschenkette dabei!

Kurz vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg wollen wir der kommenden Regierung, ganz egal aus welchen Parteien sie bestehen wird, ein starkes und unübersehbares Zeichen geben: Wer uralte AKW wie Neckarwestheim 1 am Netz lässt, der kann was erleben. Denn niemand braucht Atomkraft und niemand will Atomkraft.

Warum gerade Baden-Württemberg? Weil dort nicht nur vier AKW, sondern mit Neckarwestheim 1 auch einer der ältesten und gefährlichsten Atommeiler steht. Weil die Landesregierung als oberste Atombehörde im "Ländle" und Miteigentümerin des Betreiberkonzerns EnBW direkt über deren Weiterbetrieb entscheidet. Und weil der jetzige Ministerpräsident Stefan Mappus einer der größten Verfechter der Atomenergie ist. Die Wahl in Baden-Württemberg ist also auch eine Abstimmung über die schwarz-gelbe Atompolitik und unser Protest im Süden wirkt auch auf die Bundesregierung in Berlin.

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Volksbegehren in Bayern erfolgreich -ÖDP-Heidelberg kritisiert Stuttgarter Landesregierung-

Der Erfolg der von der ÖDP initiierten Volksgesetzgebung zum Nichtraucherschutz in Bayern hat nach Ansicht des Heidelberger Kreisvorsitzenden Martin Weinmann Signalwirkung für ganz Deutschland: "Der umfassende Gesundheitsschutz in der gesamten Gastronomie wird viele Menschenleben retten, schwere Krankheiten vermeiden und die Kosten im Gesundheitswesen reduzieren. Während andere die Beiträge erhöhen wollen, haben die Bürgerinnen und Bürger in Bayern mit Unterstützung der ödp für wirksame Prävention gesorgt. Das wird ganz bestimmt Kreise ziehen und auch in Baden-Württemberg dem Nichtraucherschutz neuen Schub geben."

"Die im März 2009 vollzogene Aufweichung des hiesigen Nichtraucherschutzgesetzes strotzt vor Ignoranz und Lobbyismus. Der vergangene Sonntag macht deutlich, die Mehrheit der Bevölkerung toleriert nicht länger die gesundheitliche Schädigung Unbeteiligter, Angestellter, Kinder und werdender Mütter und das noch auf Kosten der Gesamtheit", sparte auch der Heidelberger ÖDP-Kandidat für die Landtagswahl Dr.Johannes Engesser nicht an Kritik. "Das was unsere Landesregierung bislang Gesundheitspolitik nennt, ist ein Offenbarungseid. Hoffen wir, dass sich das mit Hilfe unserer Nachbarn in Bayern nun ändert."

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Einstimmig wurde bei der letzten Kreishauptversammlung der ödp Heidelberg in der Kulturbrauerei Dr. Johannes Engesser aus Wieblingen zum Landtagskandidaten für den Wahlkreis Heidelberg nominiert. Dr. Engesser ist 46 Jahre alt und als praktischer Arzt mit der Fachrichtung Naturheilverfahren in eigener Praxis tätig. Der mehrfache Familienvater setzt sich seit beinahe 25 Jahren in der ÖDP für die Belange einer naturgemäßen Gesundheitspolitik und für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ein.

Auf kommunaler Ebene setzte sich Dr. Engesser bisher auch leidenschaftlich für eine ökologische Verkehrswende ein, die den Verkehr, nicht wie bisher verwaltet, sondern dafür Sorge trägt, dass der motorisierte Verkehr reduziert wird. „Dafür werde ich mich auch auf Länderebene in Stuttgart einsetzen“, so der Kandidat wörtlich.

Die ÖDP wird nun in den kommenden Monaten die notwendigen Unterschriften sammeln, die zur Teilnahme notwendig sind und ab Januar 2011 mit ihrem Programm und ihren Ideen Wahlkampf machen.

Alexander Tils wurde am gleichen Abend für die ÖDP als Ersatzkandidat gewählt. Der 30-jährige Tils studiert in Heidelberg an der Pädagogischen Hochschule für das Lehramt.

Schon in seiner früheren Wohnorten war Tils Mitglied und aktiv für die ÖDP.

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