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Brief an die Architektenkammer Heidelberg
z.Hd. von Herrn Stephan Weber
Sehr geehrter Herr Weber,
nachdem wir von Frau Oberbürgermeisterin Weber die Erlaubnis erhielten, das Gutachten zu den umwelt- und geotechnischen Erkundungen einzusehen, stellen wir folgendes fest:
Die obere Schicht der Gleisanlage wurde nicht begutachtet, weil diese von der Deutschen Bahn AG entfernt wird. Das heißt im Klartext, Pestizide, die laut Gutachten zu einer nachweisbaren Grundwasserbelastung geführt haben und das nicht wasserlösliche Steinkohlenteeröl, befinden sich noch in der oberen Schicht.
Wenn die Schienen demontiert, die Bahnschwellen entfernt werden und der grobe Schotter gereinigt abtransportiert ist, was bleibt dann am Ende übrig? Eine nicht begutachtete verseuchte Restschicht? Deshalb sollten sich gewisse Leute überlegen, ob nicht endlich ein Baugrundgutachten und eine Altlastenbegutachtung ratsam wären? Im übrigen verweise ich auf einen weiteren Punkt im Gutachten: Ein PAK-Gehalt Kindertagesstätte von 11,93 mg/kg, der den Prüfwert für Kinderspielflächen um mehr als das doppelte überschreitet. (5 mg/ kg).
Die Halle 02 hat übrigens die verseuchten Bahnschwellen auf dem Grund der Spielflächen weggeräumt, wofür wir uns bei den Verantwortlichen sehr bedanken.
Sie sehen, sehr geehrter Herr Weber, dass es viel zu tun gibt. Die ödp setzt sich schon immer für die Gesundheit der Menschen ein und deshalb lassen wir nicht locker.
Mit freundlichen Grüßen
Franz Noack