Offener Brief: Explosion der Erdgasleitung
Aktenzeichen: (15-0513.2-E/6)
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Wingas GmbH und die E.ON Ruhrgas AG plante eine 100 bar Erdgasleitung durch Heidelberger Gebiet. 1,2 Meter Durchmesser bei nur 1,0 Meter Regelüberdeckung bedeuten, daß diese Leitung mit nur ein paar Spatenstichen erreichbar ist. Man muß sich nur den 11. September in Erinnerung rufen, als das Unfassbare in New York passierte. Dort wurde kein Sprengstoff verwendet, allein die Kerosinmenge des Flugzeugs reichte um die Türme zur Explosion zu bringen.
Die Explosion der Erdgasleitung im belgischen ATH zeigt deutlich, dass man vor Unfällen dieser Art nie sicher sein kann. Angesichts der Aussichtslage sollte man den Teufel nicht an die Wand malen, sondern gemeinsam nach Lösungen suchen, die für alle Beteiligten annehmbar sind.
Die Erdgasleitung Variante Leimen führt in Rohrbach direkt (in ca. 80m Abstand) um ein großes Einkaufszentrum mit Groß- tankstelle (Famila-Center und Media-Markt) vorbei. Gegenüber ist ein Riesen-Möbelmarkt (Breitwieser), dort sind an jedem Wochen- ende Staus, so daß die Polizei Zufahrten sperren muss, um dem Chaos Einhalt zu bieten.
Es gibt kein Vor und kein Zurück, so dass bei einem möglichen Unglück selbst die Rettungsfahrzeuge im Stau stehen würden. Stellen Sie sich bitte eine Explosion wie in Belgien hier in Heidelberg vor. Dort waren es 18 Tote und 200 Verletzte. In Rohrbach wären Tausende im Stau oder in den Einkaufszentren. Die Planer der Erdgasleitung würden nie mehr ruhig schlafen können. Deshalb gibt es nur die Alternative durch den Nußlocher Wald, also die schon vorher angedachte Vorzugsvariante. Deshalb ist die ödp gegen die Leimener Variante!
Mit freundlichen Grüßen
Franz Noack
stv. Kreisvorsitzender ödp Heidelberg