Kreisverband Heidelberg

"Wild-Erweiterung" - 17.4.2007

Wild-Erweiterung - ein Umweltskandal?

In der Eppelheimer Gemeinderatssitzung vom 16.4.2007 wurde unter TOP 12 "die Erweiterung der Wild-Werke- Vorstellung der Planung" behandelt. Alle 8 Hallen befinden sich auf Eppelheimer Gemarkung östlich der A 5. Der riesige Parkplatz und die LKW-Zufahrt aber auf Heidelberger Seite! Die Hallen 100 m mal 100 m groß und 15 m hoch.
Von Ausgleichsmaßnahmen keine Rede! Wieso auch? Am 28. März war doch in der RNZ zu lesen: "Jedermann-Golfen im Süden von Eppelheim..." Der geforderte ökologische Ausgleich lasse sich mit dieser Aufwertung auf Eppelheimer Gemarkung nachweisen.
Nun fragt man sich: Wieso soll Eppelheim eigenltich die Gewerbesteuer mit Heidelberg teilen? Die Verantwortlichen bei Wild und im Eppelheimer Gemeinderat denken wohl: "die Saft-Fabrik steht doch auf Eppelheimer Gebiet. Der Pfaffengrund kann doch froh sein, daß die LKW-Zufahrt und die Parkplätze auf der anderen Seite sind. Das Stadtklimagutachten aber zählt nicht mehr, es gibt ja ein neues. Der Klimawandel ist eh schon da."
Wenn in der zweiten Nachthälfte die südlichen und südöstlichen Luftströmungen durch die aufgeheizten Fabrikhallen streichen und der süssliche Saftgeruch allmorgendlich durch den Pfaffengrund weht, hat das mit Wohnqualität nichts mehr zu tun. Nun fragt man sich: Was tut unser ehemaliger Umweltbürgermeister OB Würzner dagegen? Wirtschaftsförderung statt Umweltschutz. Die Einvernahme des Umweltdezernats in das OB-Referat war gut überlegte Taktik.

Franz Noack
Heidelberg