Kreisverband Heidelberg

Umsiedlung Mauereidechsen - 19.5.2008

Leserbrief von Franz Noack:

Umsiedlung der Bahnstadt-Mauereidechsen,
eine Blamage für Heidelberg

Die Totalrodung des ersten Bauabschnittes von ca. 35 ha. Bahnstadtgelände wurde von Umweltschützern heftig kritisiert, da die Tiere schutzlos ihren Feinden ausgeliefert wurden. Die im nachhinein platzierten Reisighaufen waren nur ein kleiner Trost und es wird sich später zeigen, wie viele Opfer diese unprofessionelle Maßnahme unter den streng geschützten Mauereidechsen gefordert hat!
Nun wurde unter Zeitdruck eine Umsiedlungsmaßnahme durchgeführt, obwohl die neuen "Behausungen" noch gar nicht fertig waren und die Erdarbeiten in vollem Gange sind. Da fragt man sich: "Wer ist verantwortlich?" Wenn man nun sieht, dass aus dem neuen Umsiedlungsgebiet ein Hundeklo wird, weil niemand weiß, was da gebaut wurde, fragt man sich wieder: "Was machen bestimmte Leute eigentlich beruflich?"
Da werden die schönen Trockenmauern zugeparkt. Die Radler fahren auf dem Schotter spazieren und die Hunde haben freie Bahn für ihre Geschäfte. Ein niedriger Zaun und eine richtige Beschilderung der Umsiedlungsmaßnahme würden schon helfen den streng geschützten Mauereidechsen eine neue Heimat zu ermöglichen. Heidelberg ist doch die Bundeshauptstadt im Naturschutz 2007 oder nicht? Oder ruht man sich auf seinen Lorbeeren aus?

Franz Noack, stv. Vorsitzender ödp Heidelberg