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Die nachfolgenden Texte stammen aus dem Kommunalwahlprogramm 2004. Ein aktuelles Konzept wird bis Frühjahr 2011 erarbeitet.
Nichtsdestoweniger legen wir eine Lektüre ans Herz.
Heidelberg hat sich in den letzten Jahrzehnten stark entwickelt und ist erheblich größer geworden. Nicht nur die Einwohnerzahl, sondern vor allem auch die Anzahl der Arbeits- plätze ist stark angestiegen. Mit diesem Anstieg ist jedoch auch der Flächenverbrauch angestiegen.
Doch Heidelberg bietet aufgrund seiner geographischen Lage keine Möglichkeiten mehr für weiteres flächenverbrauchendes Wachstum.
Dieses Wachstum stößt aber immer mehr an seine Grenzen. Die ödp hat schon immer einem ungebremsten Wachstum eine klare Absage erteilt. Es geht nicht immer weiter und höher hinaus.
Deshalb plädieren wir für neue, ökologischere Wege in der Stadtplanung und -entwicklung.
Der drastische Flächenverbrauch der letzten Jahrzehnte muss auf jeden Fall kompensiert werden.
In Heidelberg arbeiten schon heute mehr als doppelt so viele Menschen, wie Arbeitende Menschen hier leben. Das erhöht den Pendlerverkehr um ein vielfaches. Es erhöht dadurch den Bedarf an weiteren Gebäuden und Straßen. Das wiederum hat mehr Lärm und mehr Abgase zur Folge.
Die ödp will daher eine Stadtplanung, bei der Wohnen, Arbeiten und die Freizeitgestaltung nicht mehr als Gegensätze gesehen werden müssen. Wir bevorzugen daher wohnortnahe Arbeitsplätze.
Jedoch muss vor allem dem weiteren Ausbau von Gewerbeflächen ein Konzept gegenüber gestellt werden, dass Arbeitnehmer auch arbeitsplatznah wohnen können.
Die Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte, z.B. dass der Boxberg und der Emmertsgrund reine Schlafstadtteile sind, darf sich in der Bahnstadt auf keinen Fall wiederholen.
Leider gibt es in Heidelberg nur noch wenig größere unbebaute Flächen. Abgesehen vom der Bahninsel und dem Gebiet um den Rangierbahnhof, gibt es nur noch wenig Möglichkeiten Wohn- und Arbeitsgebiete auszuweisen. Diese letzten übrig gebliebenen Gebiete müssen wohl bedacht geschützt werden. Auch deshalb lehnen wir den Bau der 5. Neckarbrücke oder alternativer Vorschläge im Handschuhsheimer- und Neuenheimer Feld ab.
Für eine nachhaltige Stadtentwicklung sehen wir es als unabdingbar an, dass mit unserer Umwelt verantwortungsbewusst umgegangen wird. Deshalb befürworten einen entschiedenen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs als ökologische Verkehrspolitik. Weitere Straßenbahn- linien und der Ausbau der S-Bahn werden für uns immer Priorität haben. Eine Zunahme an Straßen ist nämlich aus eben diesen ökologischen Gesichtspunkten nicht mehr vertretbar.
Da durch den Bau des schon erwähnten Neckarufertunnels oder der 5. Neckarbrücke mit einer enormen Vermehrung des motorisierten Verkehrs zu rechnen ist, bevorzugen wir die bekannten Alternativen (Jobticket und Parkraumbewirtschaftung).
Es kann nicht sein, dass eine Autofahrt billiger ist als eine Fahrt mit öffentlichen Vekehrs-mitteln.
Im übrigen treten wir auch für eine verstärkte Zusammenarbeit mit den umliegenden Städten und Gemeinden ein. Da die größeren Städte an die Grenze ihrer Belastbarkeit gelangt sind, kann es auch zu keinen großen Erweiterungen mehr kommen. Das muss in Kooperation mit den Umlandgemeinden besprochen und beschlossen werden.
Im einzelnen treten wir ein für: